Fahreras­sis­ten­zsys­teme

Viele Autofahrer schalten sie aus

18. März 2020 | Mobil

Ab 2022 wer­den alle neu zuge­lasse­nen Motor­fahrzeuge in der EU gemäss ein­er neuen Verord­nung mit mod­er­nen Fahreras­sis­ten­zsys­te­men (FAS) aus­ges­tat­tet sein. Dieser Entscheid ist ein wichtiges Sig­nal für die Unfall­präven­tion. Es ist daher aus Sicht der BFU uner­lässlich, dass die Schweiz diese Vor­gaben übern­immt, schreibt die Beratungsstelle für Unfal­lver­hü­tung (BFU).

Je mehr Fahrzeuge mit FAS aus­ges­tat­tet sind, desto gröss­er ist der Ein­fluss auf die Strassen­verkehrssicher­heit. Eine aktuelle Unter­suchung der BFU zeigt jedoch, dass gewisse Sys­teme von den Auto­mo­bilis­ten bewusst aus­geschal­tet wer­den. Nur gut jede zweite Per­son aktiviert beispiel­sweise immer den Spurhal­te­as­sis­ten­ten, der bei Bedarf aktiv ins Lenken ein­greift. Jede zehnte Per­son, deren Fahrzeug über einen solchen Assis­ten­ten ver­fügt, hat diesen noch gar nie eingeschal­tet.

 

Heute sind sie auch in Mit­telk­lasseau­tos oft FAS serien­mäs­sig ver­baut. Die BFU emp­fiehlt allen Aut­o­fahrern, sich zu den ver­schiede­nen FAS berat­en zu lassen, ins­beson­dere zu Not­brem­sas­sis­ten­ten, Spurhal­te­as­sis­ten­ten und zu intel­li­gen­ten Geschwindigkeit­sas­sis­ten­ten (ISA). Die zusät­zlichen Sys­teme kön­nten den Autokauf zwar ver­teuern, so die BFU-Exper­tin – die Investi­tion zahle sich jedoch später aus.

Auf dem von der BFU lancierten Inter­net­por­tal smartrider.ch kön­nen sich alle, die ein Auto kaufen wollen oder bere­its eines besitzen, ein­fach und schnell über die ver­füg­baren Fahreras­sis­ten­zsys­teme informieren.

BFU