In der Auswahl 19 lässt Kün­stler Stephan Bru­el­hart die Besuch­er mit Hil­fe ein­er Brille in eine virtuelle Real­ität ein­tauchen

Die Auswahl 19, die Ausstel­lung der Aar­gauer Kün­st­lerin­nen und Kün­stler, kann noch bis am 5. Jan­u­ar besucht wer­den

Vielfältige Auswahl in der Auswahl

21. Novem­ber 2019 | News

An was arbeit­en unsere Aar­gauer Kün­stelerin­nen und Kün­stler? Was beschäftigt sie, was bewegt sie? Keine andere Ausstel­lung beant­wortet diese Fra­gen so gut wie die «Auswahl 19». Vom Aar­gauer Kura­to­ri­um und dem Aar­gauer Kun­sthaus real­isiert, bietet diese bis zum 5. Jan­u­ar 2020 einen Überblick des aktuellen regionalen Kun­stschaf­fens.

Für das Ausstel­lungs­for­mat der Auswahl bewer­ben kön­nen wich Kün­st­lerin­nen und Kün­stler, die den Wohn­sitz im Kan­ton Aar­gau haben oder in beson­der­er Weise mit dem Kul­turleben im Kan­ton in Beziehung ste­hen. Von den 190 ein­gere­icht­en Dossiers haben die Jurys des Aar­gauer Kun­sthaus­es und des Aar­gauer Kura­to­ri­ums, unab­hängig voneinan­der, 50 Kun­stschaf­fende ein­ge­laden, ihre Werke in den Räu­men des Unter- und Obergeschoss­es des Aar­gauer Kun­sthaus­es zu präsen­tieren.

Zeich­nun­gen, Malerei, Fotogra­phie bis zu Video- und Mul­ti­me­dia-Instal­la­tio­nen – die Auswahl 19 zeigt ein bre­ites und vielfältiges Spek­trum.

Im Rah­men der «Auswahl» spricht das Kura­to­ri­um jew­eils auch seine Werk- und Förder­beiträge. Von den 190 Eingaben haben sich 89 um einen Beitrag des Aar­gauer Kura­to­ri­ums bewor­ben. Für ins­ge­samt sieben kün­st­lerische Posi­tio­nen beantragte die Jury vier Werk­beiträge von je 30000 Franken und drei Förder­beiträge von je 10000 Franken. Die prämierten Kün­st­lerin­nen und Kün­stler sind zwis­chen 34 und 59 Jahre alt.

Zwei der drei Förder­beiträge gin­gen dabei an Kün­stler aus dem Lan­danzeiger-Gebi­et. 

So erhielt Isabell Buller­schen zusam­men mit Féli­cia Eisen­ring aus Aarau 10000 Franken und Oliv­er Krähen­bühl aus Suhr. Bei der Instal­la­tion von Isabell Buller­schen und Féli­cia Eisen­ring (bei­de Jahrgang 1985) scheint man sich in einem Wartez­im­mer ein­er grotesken Schön­heit­sklinik wiederzufind­en. Ein ver­stören­der Wer­be­film läuft, auf Sock­eln wer­den 3D-Prints von men­schlichen Schul­terblät­tern präsen­tiert, auf dem Boden liegt eine entwurzelte Aloe Vera. Das Aar­gauer Kura­to­ri­um würdigt die Infragestel­lung des Men­schen, die Über­führung des Organ­is­chen ins Kün­st­lerische und das gekon­nte Ein­set­zen von neuster Tech­nolo­gie.

Die bei­den sich gegenüber­hän­gen­den Lein­wände von Oliv­er Krähen­bühl spie­len mit Per­spek­tive und der Unterteilung des Raumes. Innen- und Ausse­nan­sicht scheinen zu ver­schmelzen, immer wieder wird der Blick in eine Rich­tung gelenkt, endet aber in ein­er Leere. Faszinierend wirken auch die weis­sen Flächen, die vielfach und inten­siv bear­beit­et wur­den. Die Jury des Aar­gauer Kura­to­ri­ums würdigt die langjährige Auseinan­der­set­zung Oliv­er Krähen­bühls (Jahrgang 1963) mit der Malerei mit einem Förder­beitrag.

SAH

Installation von Isabell Bullerschen und Félisia Eisenring | Der Landanzeiger

Instal­la­tion von Isabell Buller­schen und Félisia Eisen­ring

Auch Oliver Krähenbühl erhielt einen Förderbeitrag (Bilder: Sarah Künzli) | Der Landanzeiger

Auch Oliv­er Krähen­bühl erhielt einen Förder­beitrag (Bilder: Sarah Kün­zli)