San­dro und Hei­no Hän­gärt­ner kon­trol­lie­ren zusam­men mit Peter Koro­na die Qua­li­tät des Kom­po­stes

Kom­po­stier­platz Hän­gärt­ner GmbH, Suhr

Vom eingesammelten Grüngut zum hervorragenden Naturprodukt

19. Sep­tem­ber 2019 | Publi­re­por­ta­ge

Als sich Hei­no Hän­gärt­ner vor 30 Jah­ren das erste Mal mit Kom­po­stie­ren beschäf­tig­te, wur­de er noch belä­chelt. Heu­te kom­men Kun­den aus der hal­ben Schweiz, um sei­ne Natur­pro­duk­te zu kau­fen. Die Gemein­den und Gar­ten­bau­er der Regi­on sind froh, dass er sich auch um ihr Grün­gut küm­mert. Der Kom­po­stier­platz Hän­gärt­ner GmbH hat aus­ge­baut und Kapa­zi­tä­ten um für wei­te­re Gemein­den und Gar­ten­bau­er die Grün­gu­t­ent­sor­gung zu erle­di­gen.

Die Schwei­zer sind Welt­mei­ster im Tren­nen . Sie füh­ren Papier, Glas, Pla­stik, Alu und Grün­ab­fäl­le getrennt der Ent­sor­gung zu. Der Kom­po­stier­platz Hän­gärt­ner GmbH in Suhr ver­wer­tet schon seit vie­len Jah­ren das Grün­gut von Pri­va­ten, Gar­ten­bau­er und Gemein­den der Regi­on. «Wir ver­ar­bei­ten das Grün­gut zu begehr­ten Natur­pro­duk­ten », sagt Hei­no Hän­gärt­ner, der Grün­der des Unter­neh­mens.

Remo Bolliger füllt mit dem Radlader den Kompoststreuer ab | Der Landanzeiger

Remo Bol­li­ger füllt mit dem Rad­la­der den Kom­post­streu­er ab

Als er vor rund 30 Jah­ren mit der ersten Pla­nung der Feld­rand­kom­po­stie­rung begann, wur­de er noch belä­chelt. In der Zwi­schen­zeit wird er mehr­fach kopiert. «Es scheint, dass wir nicht alles falsch gemacht haben», sagt er mit einem Augen­zwin­kern.

Das Familienwappen «Hängärtner» ist gross an der neuen Lagerhalle aufgemalt | Der Landanzeiger

Das Fami­li­en­wap­pen «Hän­gärt­ner» ist gross an der neu­en Lager­hal­le auf­ge­malt

5000 Ton­nen Grün­gut pro Jahr
Auf dem Kom­po­stier­platz Hän­gärt­ner in Suhr wer­den pro Jahr rund 5000 Ton­nen Grün­gut ver­ar­bei­tet. Sämt­li­ches orga­ni­sche Mate­ri­al aus Küche, Haus­halt und Gar­ten kann in Suhr gegen einen Unko­sten­bei­trag ent­sorgt wer­den.

Wei­ter wer­den auch unrei­ner Humus mit Stei­nen, Wur­zeln und Gras­na­ben, sogar Wur­zel­stöcke jeder Grös­se ent­ge­gen­ge­nom­men und wei­ter­ver­ar­bei­tet. «Bei uns kann fast alles bezo­gen wer­den, um den Gar­ten mit Natur­pro­duk­ten zu ver­schö­nern», sagt San­dro Hän­gärt­ner. So pro­du­ziert das sie­ben­köp­fi­ge Team auf dem gros­sen Are­al an der Gren­ze zu Ober­ent­fel­den gesieb­ten Humus (bis 25 mm), Humus mit Kom­post­er­de gemischt und gesiebt (bis 15 mm), unkraut­freie Blu­men­er­de, unkraut­freie Kom­post­er­de (bis 15 mm), Holz­schnit­zel der 1. und 2. Klas­se und seit Neu­stem hat das Unter­neh­men auch Rin­den­de­kor und Pfer­de Ein­streu, eine Mischung aus Kom­post und wei­te­ren Natur­pro­duk­ten im Ange­bot.

Wer auf dem Gelän­de der Hän­gärt­ner GmbH steht, dem fällt auf, dass es vie­le gros­se Kom­post­ber­ge hat, die­se im Gegen­satz zu ande­ren Unter­neh­men, aber kaum rie­chen. «Wir unter­neh­men viel, dass die Geruchs­emis­sio­nen mög­lichst gering sind», sagt Hei­no Hän­gärt­ner. Was genau, bleibt sein Berufs­ge­heim­nis.

Das Team der Kompostierplatz Hängärtner GmbH in Suhr (von links): Sandro Hängärtner, Heino Hängärtner, Renate Hängärtner, Yvonne Bähler, Remo Bolliger und Peter Korona | Der Landanzeiger

Das Team der Kom­po­stier­platz Hän­gärt­ner GmbH in Suhr (von links): San­dro Hän­gärt­ner, Hei­no Hän­gärt­ner, Rena­te Hän­gärt­ner, Yvon­ne Bäh­ler, Remo Bol­li­ger und Peter Koro­na

Kapa­zi­tät für wei­te­re Gemein­den Hei­no Hän­gärt­ner war einer der Ersten in der Regi­on, der mit dem Kom­po­stie­ren begon­nen hat. Vor 23 Jah­ren erhielt er die Bewil­li­gung für die Feld­rand­kom­po­stie­rung und vor sie­ben Jah­ren die Erlaub­nis, einen festen Kom­post­platz zu erstel­len, die Werk­statt und die Lager­hal­le aus­zu­bau­en. Doch schon bald waren die­se Gebäu­de zu klein und so wur­de auf dem eige­nen Gelän­de eine wei­te­re Lager­hal­le errich­tet. Die­sen Som­mer wur­de das neue Haupt­ge­bäu­de erstellt und der Annah­me­platz ver­grös­sert. «Nun haben wir wie­der Kapa­zi­tät und kön­nen zusätz­li­chen Gemein­den die Ent­sor­gung des Grün­gu­tes bei uns ermög­li­chen », sagt San­dro Hän­gärt­ner, der seit 2010 im Fami­li­en­un­ter­neh­men arbei­tet.

Das gehört nicht in die Grünabfuhr

Die Grün­ab­fuhr wird lei­der viel zu oft noch als Abfall­ei­mer miss­braucht. Dabei sind die Regeln klar: In den Grün­ab­fall kommt nur, was in kur­zer Zeit ver­rot­ten und sich zer­set­zen kann. Alles ande­re, was im Grün­ab­fall uner­laubt ent­sorgt wird, muss von den Arbei­tern müh­sam von Hand aus­sor­tiert wer­den.

Fol­gen­des Mate­ri­al hat im Grün­ab­fall NICHTS zu suchen: Pla­stik, Kunst­stoff, Kaf­fee-Kap­seln, Stei­ne, Kno­chen aller Art, Glas, Papier, Metall, Öle aller Art, Tex­ti­li­en, nicht ver­rott­ba­re Schnü­re, Staub­sauger­säcke und deren Inhalt, Stras­sen­wisch­gut, Asche, Kot aller Art, behan­del­tes Holz und alle schäd­li­chen Pflan­zen.

Text & Bil­der: Rapha­el Nad­ler

Kontakt

Kom­po­stier­platz
Hän­gärt­ner GmbH
Obere­ster­weg 2
5034 Suhr

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Platz­wart 079 331 59 94
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