Neue Gemein­de­schreiberin: Brigitte Woodtli tritt Ende Monat die Nach­folge von Susi Cam­padel­li an. Sie hat ihre Arbeit am 1. Juli aufgenom­men und den Wohn­sitz nach Unter­ent­felden ver­legt

Gemein­de­schreiberin Susi Cam­padel­li arbeit­ete während 38 Jahren für die Gemeinde Unter­ent­felden und ihre Ein­wohn­er

«Vom Stift zum Chef im Laden»

18. Juli 2019 | News

Ende Juli geht im Gemein­de­haus von Unter­ent­felden eine beson­dere Epoche zu Ende: Gemein­de­schreiberin Susi Cam­padel­li (62) geht nach fast vier Jahrzehn­ten im Dienst der Gemeinde vorzeit­ig in Pen­sion. Nach­fol­gerin Brigitte Woodtli (50) hat die Arbeit schon aufgenom­men.

«Ich ver­spüre eine tiefe Dankbarkeit, dass ich so viele Jahre für die Bevölkerung und die Gemeinde Unter­ent­felden arbeit­en durfte», sagt die abtre­tende Gemein­de­schreiberin Susi Cam­padel­li. «Das ist keine Selb­stver­ständlichkeit.»

Als Vier­jährige ist sie zusam­men mit ihrer Fam­i­lie von Buchs nach Unter­ent­felden gezo­gen, hat hier die Schulen absolviert und später auf der Gemeind­ver­wal­tung ihre Lehre absolviert. Nach sieben Jahren «Wan­der­schaft» – sie arbeit­ete in dieser Zeit in Aarau – zog es Susi Cam­padel­li wieder in ihre Wohnge­meinde zurück. Am 1. Mai 1984 wurde sie hier Stel­lvertreterin des leg­endären Gemein­de­schreibers Jakob Plüss. 14 Jahre später trat sie in seine Fussstapfen und ist seit dem 1. Juni 1998 Gemein­de­schreiberin von Unter­ent­felden. Das bleibt sie noch bis am 26. Juli dieses Jahres, danach geht sie vorzeit­ig in Pen­sion.

Reisen und Sprachen ler­nen
Für die Zeit danach hat sie noch keine grossen Pläne geschmiedet. «Einige län­gere Reisen haben mein Mann und ich geplant und meine Englis­chken­nt­nisse möchte ich weit­er verbessern», blickt Susi Cam­padel­li in die Zukun­ft. Dazu wartet noch ein Stapel Büch­er darauf, gele­sen zu wer­den.

 

Dass sie im sel­ben Ort wohnen und arbeit­en kann, erachtet sie nie als Prob­lem, son­dern als Priv­i­leg. «Fünf Minuten Arbeitsweg zu Fuss, das ist Leben­squal­ität», sagt Susi Cam­padel­li. «Und ein gutes Team um sich herum, ein Geschenk.» Dass sie es so lange aus­ge­hal­ten habe, führt Susi Cam­padel­li auch auf die tolle Zusam­me­nar­beit mit den Mitar­bei­t­en­den auf der Ver­wal­tung und im Gemein­der­at zurück. Kon­ti­nu­ität gibt es auch im Amman­namt der Gemeinde. So hat­te Susi Cam­padel­li in den let­zten 35 Jahren mit Paul Haas (1982 bis 2005) und Heinz Lüsch­er (seit 2006) nur zwei Gemein­deam­män­ner als Vorge­set­zte. «Das Mobil­iar ist auch immer noch das­selbe wie in der Lehrzeit», lacht Susi Cam­padel­li. Trotz­dem würde sie nochmals densel­ben Weg beschre­it­en: «Wir haben so eine angenehme Bevölkerung.»

Das Gute bleibt
Sich­er habe es auch neg­a­tive Momente gegeben, «doch das Gute über­wiegt bei weit­em und bleibt in Erin­nerung.» So wie der Moment, als sie ihre erste IBM-Kugelkopf­schreib­mas­chine bekam oder als der Ver­trag über den Schul­ver­band Ent­felden in trock­e­nen Tüch­ern war.

RAN

Susi Campadelli vor ihrem zweiten Zuhause, dem Gemeindehaus Unterentfelden, wo sie total 38 Jahre lange gearbeitet hat | Der Landanzeiger

Susi Cam­padel­li vor ihrem zweit­en Zuhause, dem Gemein­de­haus Unter­ent­felden, wo sie total 38 Jahre lange gear­beit­et hat (Bilder: Raphael Nadler)