Die öffent­li­che Auf­la­ge des Pro­jek­tes läuft noch bis Mon­tag

Vordere Vorstadt wird zur Begegnungszone

6. Febru­ar 2019 | News

Die Vor­de­re Vor­stadt muss saniert wer­den. Dabei wird die Chan­ce gleich genutzt, die Gestal­tung an die heu­ti­gen Bedürf­nis­se anzu­pas­sen. So soll die Vor­de­re Vor­stadt zur Begeg­nungs­zo­ne wer­den. Das Stras­sen­bau­pro­jekt liegt noch bis Mon­tag öffent­lich auf.

Durch die Befrei­ung der Alt­stadt vom Durch­gangs­ver­kehr sowie die ver­än­der­te Ver­kehrs­füh­rung am Aar­gau­er­platz hat der durch­schnitt­li­che täg­li­che Ver­kehr auf der Vor­de­ren Vor­stadt von 11’500 Fahr­zeu­gen auf ca. 8000 Fahr­zeu­ge pro Tag abge­nom­men.

Die 8.50 m bis 11.00 m brei­te Fahr­bahn ist für die heu­ti­ge und künf­ti­ge Nut­zung über­di­men­sio­niert. Die Geh­we­ge mit einer Brei­te von ledig­lich 1.75 m bis 2.5 m fal­len dem­ge­gen­über sehr beschei­den aus. Des­halb wer­den die drin­gend anste­hen­den Sanie­rungs­ar­bei­ten gleich dazu genutzt, die gesam­te Gestal­tung der Vor­de­ren Vor­stadt anzu­pas­sen. So soll die Vor­de­re Vor­stadt zur Begeg­nungs­zo­ne wer­den wie auch bei­spiels­wei­se der Gra­ben bereits eine ist.

Bes­se­re Aus­sen­nut­zung ermög­li­chen

Die Begeg­nungs­zo­ne umfasst die Vor­de­re Vor­stadt und den Rain bis zum Licht­si­gnal. Ein Kern­punkt wird die Ver­brei­te­rung der Sei­ten­be­rei­che in der Vor­de­ren Vor­stadt. Dadurch soll eine bes­se­re Aus­sen­nut­zung ermög­licht wer­den, um die Gas­se mehr zu bele­ben.

Gestal­te­risch wird auf Bäu­me, Bänk­li oder der­glei­chen ver­zich­tet. Das wich­tig­ste Gestal­tungs­ele­ment ist die Stras­sen­ent­wäs­se­rung, eine Stein­rin­ne, rund 40 Zen­ti­me­ter breit auf der öst­li­chen Sei­te, die durch die Vor­de­re Vor­stadt bis zum Zie­gel­rain führt. Auch hat man sich für eine Asphal­tie­rung ent­schie­den, da sie kosten­gün­stig, geräusch­arm und prak­tisch ist.

Durch die Begeg­nungs­zo­ne wird das Tem­po auf 20 km/h redu­ziert. Anson­sten wird sich mit der neu­en Vor­de­ren Vor­stadt für den Durch­gangs­ver­kehr nichts ändern.

Die Stras­se selbst ist aber eigent­lich nur ein klei­ner Teil der gan­zen Bau­ar­bei­ten. Der gröss­te Teil wird unter dem Boden statt­fin­den. Die Werk­lei­tun­gen wer­den erneu­ert, aus­ge­baut und saniert. Zudem wird als Hoch­was­ser­schutz­mass­nah­me die Bach­lei­tung ver­grös­sert.

In vier Bau­pha­sen ein­ge­teilt

Mit acht bis neun Mona­ten Bau­zeit wird gerech­net. Die Bau­zeit wäre kür­zer, wür­de man die Vor­de­re Vor­stadt kom­plett sper­ren. Das hät­te aber mas­si­ve Ein­schrän­kun­gen für den Ver­kehr und die Laden­be­sit­zer zur Fol­ge. Des­halb hat man das Pro­jekt in vier Bau­pha­sen geglie­dert.

Das Projekt ist in vier Phasen unterteilt

Das Pro­jekt in sei­nen vier Pha­sen (Bild: zvg)

Der Bereich Aar­gau­er­platz bis Rain soll in zwei Bau­pha­sen der Län­ge nach unter­teilt wer­den. Damit kann die bestehen­de Ver­kehrs­füh­rung wäh­rend den ersten bei­den Pha­sen auf­recht­erhal­ten wer­den. Der Bus ab Holz­markt in Rich­tung Bahn­hof wird über den Rain umge­lei­tet.

Die drit­te Bau­pha­se wird auf den Som­mer fal­len, da man von den ver­kehrs­ar­men Som­mer­fe­ri­en pro­fi­tie­ren möch­te. Denn die­se drit­te Bau­pha­se wird die hap­pig­ste Etap­pe. Für geplan­te acht bis neun Wochen wird der kom­plet­te Bereich zwi­schen Gra­ben – Zie­gel­rain – Rain umge­baut und des­we­gen für den Durch­gangs­ver­kehr inklu­si­ve öV gesperrt. Die Hal­te­stel­len Holz­markt und Kunst­haus wer­den in die­ser Zeit nicht bedient. Alter­na­tiv­hal­te­stel­len will man dafür an der Lau­ren­zen­vor­stadt respek­ti­ve an der Kasi­no­stras­se anbie­ten.

Da die­se Bau­pha­se in und um die Som­mer­fe­ri­en geplant ist und je nach Bau­start bezie­hungs­wei­se Ein­wen­dun­gen kann es sein, dass die­se drit­te Bau­pha­se auch die erste oder vier­te wird.

Die vier­te Bau­pha­se ist im Ein­len­ker­be­reich in den Rain geplant. Der Ver­kehr wird wäh­rend die­ser Etap­pe via Vor­de­re Vor­stadt und Aar­gau­er­platz umge­lei­tet.

Für die Stras­sen­sa­nie­rung rech­net man mit rund 1,8 Mil­lio­nen Fran­ken für Hoch­was­ser­schutz kom­men noch­mal 390’000 Fran­ken dazu. Das Pro­jekt liegt noch bis Mon­tag, 11. Febru­ar öffent­lich auf.

SAH