Weihnachten ist kein Grund zur Flucht!

Von | 12. Dezem­ber 2018 | Gedanken

Die Wei­h­nacht­stage sind Tage der Fre­und­schaft und oft auch der Besin­nung – und das neben aller Hek­tik.

Ich per­sön­lich bin ein Fre­und der echt­en Tra­di­tio­nen. Deshalb achte ich jew­eils auf eine schöne Advents­deko mit passender Beleuch­tung. Mit Freude wende ich jedes Jahr gut und gerne einen Tag auf, um das alles zu platzieren und zur Erleuch­tung zu brin­gen. Und dann fol­gen die Innen­räume.

Vor Jahren habe ich mir eine grosse Krippe, die im Entle­buch hergestellt wurde, gekauft. Diese platziere ich so, dass man alles gut sieht. In der Mitte das Jesuskind in ein­er speziellen Kinderkrippe, darum herum Josef und Maria, ein Engel, ein Hirte, diverse Tiere mit und ohne Hörn­er und natür­lich die heili­gen drei Könige – selb­stver­ständlich alles durch Lat­er­nen beleuchtet.

Eine Woche vor Wei­h­nacht­en stelle ich dann in der Stube noch eine schöne Nord­mannstanne auf, die ich einst selb­st geset­zt habe. Für mich sind das alles Rit­uale, die ich gerne vornehme. Und wenn dann meine Grosskinder vor­beikom­men, bin ich auf ihre Augen beson­ders ges­pan­nt. Meis­tens haben sie grosse Freude an meinen Ein­rich­tun­gen und ich freue mich mit ihnen wie ein kleines Kind. Und jedes Jahr kommt etwas Neues hinzu. Dies­mal habe ich noch einen rock­enden Samich­laus auf Reserve, der dann vor den Grosskindern ein amüsantes Tänzchen auf­führt.

Ich denke, dass die Schweiz genü­gend Tra­di­tio­nen hat, um diese auszuleben und auch stil­voll zu prak­tizieren. Ich ver­ste­he die Leute nicht, die vor Wei­h­nacht­en fliehen. Wir sind doch nicht auf der Flucht, wir leben nun mal hier und müssen hier den Ton angeben.

Wer weiss, vielle­icht erleben wir ja gar weisse Wei­h­nacht­stage? Die Advents- und Wei­h­nacht­stage sind auch Tage der Besin­nung. Die Leute kom­men zusam­men und sie reden miteinan­der. Nicht zu vergessen die armen, ein­samen Men­schen. Vielle­icht ist das genau die Gele­gen­heit, sie ein­mal zu besuchen oder sonst­wie zu erfreuen.

Es find­en jet­zt wieder ver­schiedene sehr schöne Anlässe statt wie etwa ein Gospelkonz­ert oder sin­gende Kinder, die in der Kirche Wei­h­nacht­slieder vor­tra­gen. Aber auch die Schweiz­er Wei­h­nachtsmärk­te sind doch wun­der­bar und ziehen viel Volk an.

Freuen wir uns an den tra­di­tionellen Advents- und Wei­h­nacht­sta­gen und am erhel­len­den Kerzen- und Lichter­glanz. Dafür verzichte ich liebend gerne auf Hal­loween. Leben wir «unsere» Tra­di­tio­nen aus. Zeigen wir doch allen in unserem Lande, was hier Brauch ist. Wir müssen uns durch­set­zen und nicht ver­drän­gen lassen. Wer in der Schweiz lebt oder hier zu Gast ist, soll merken, dass hier die Tra­di­tio­nen noch aktiv gelebt wer­den.