Team-Euro­pa­mei­ster (von links): Andri Frisch­knecht, Joel Roth, Dario Lil­lo, Sina Frei und Ramo­na For­chi­ni  (Bild: zVg)

Der Köl­li­ker Joël Roth kehrt mit Rang vier und Team-Gold von der Moun­tain­bike-EM zurück

Wenn Leder stärker glänzt als Gold

2. August 2019 | Sport

Einen Rang in den Top Ten hat sich Joël Roth für sein U23-Ein­zel­ren­nen bei den Moun­tain­bike-Euro­pa­mei­ster­schaf­ten in Brünn (Tsche­chi­en) gewünscht. Mit dem Gewinn einer Medail­le hat­te der 20-jäh­ri­ge Köl­li­ker nicht gerech­net. So gese­hen hat Joël Roth mit dem vier­ten Platz das best­mög­li­che Resul­tat her­aus­ge­fah­ren. «Ich bin zufrie­den mit die­sem Ergeb­nis», sag­te Roth, der in 1:19:30 finish­te.

Weil er auf das Podest 27 Sekun­den ver­lor, hielt sich sein Ärger über die ver­pass­te Medail­le in Gren­zen. «Der Rück­stand auf Rang drei ist recht gross. Ich wüss­te nicht, wo ich die­se Sekun­den hät­te auf­ho­len sol­len», sag­te Roth, der wäh­rend des gesam­ten EM-Ren­nens «kom­plett am Anschlag» gefah­ren sei. Ver­ant­wort­lich dafür waren der spä­te­re Sie­ger Vlad Dasca­lu aus Rumä­ni­en, der Tes­si­ner Filip­po Colom­bo und der Deut­sche Maxi­mi­li­an Brandl, die von Beginn weg für ein hohes Tem­po an der Spit­ze sorg­ten. Weil sich Colom­bo gegen Brandl klar durch­setz­te, gab es für die Schweiz trotz­dem eine EM-Medail­le.

Den Schwung der EM bis nach Kana­da mit­neh­men
Auch Joël Roth muss­te nicht ohne Edel­me­tall nach Hau­se rei­sen. Am Don­ners­tag war er Mit­glied des Schwei­zer Teams um Dario Lil­lo, Ramo­na For­chi­ni, Sina Frei und Andri Frisch­knecht, das sich im Staf­fel­ren­nen Gold sicher­te. 

Trotz­dem gewich­tet Roth sei­ne «Leder­me­dail­le» im Ein­zel stär­ker. «Der Sieg als Team ist eine coo­le Sache, zumal ich eine gute Run­de hin­le­gen konn­te. Das haben die ande­ren aber auch», erklärt Roth. «Im Ein­zel­ren­nen hin­ge­gen bin ich allei­ne für das Resul­tat ver­ant­wort­lich.» So oder so sei er mit den Auf­trit­ten in Brünn aber «super zufrie­den». Sie stim­men ihn zuver­sicht­lich für den Rest der Sai­son. Bei den Welt­cup-Events in Val di Sole (Ita­li­en), 2. bis 4. August, und eine Woche spä­ter, 9. bis 11. August, in Len­zer­hei­de will Roth sein bis­her bestes Ergeb­nis des Jah­res – ein 9. Platz – top­pen. Danach folgt ab dem 28. August mit der WM in Mont-Saint-Anne (Kana­da) der Sai­son­hö­he­punkt. Obwohl Swiss Cycling die Selek­ti­on noch nicht ver­öf­fent­licht hat, blickt Joël Roth der WM posi­tiv ent­ge­gen. «Ich bin zuver­sicht­lich und wer­de in den näch­sten Tagen alles geben», sagt er.

PKA