Tier­asyl Wald­heim Safenwil |

Wenn Tier­liebe zur Pas­sion wird

Von | 1. November 2017 | News

Im Safen­wiler Tier­asyl Wald­heim leben der­zeit rund 90 Tiere – vom Hasen bis zum Pferd. Unter­stüt­zung erfährt das Team vom Verein Ver­ei­ni­gung Schweizer Tier­heim Unter­stüt­zung VSTU.

Wer dem Tier­heim einen Besuch abstattet, wird aufs herz­lichste begrüsst. Nicht nur von Yvonne und Urs Nestler, die seit neun Jahren das Tier­asyl Wald­heim führen, son­dern vor allem auch von zahl­rei­chen Vier­bei­nern. Katzen und Hunde freuen sich über jeden Besu­cher und holen sich über­schweng­lich ihre Strei­chel­ein­heiten ab.

Das grenzt fast an ein Wunder, wenn man die ein­zelnen Schick­sale betrachtet. Hun­de­dame Milly zum Bei­spiel kam als «Feri­en­hund» aus dem Aus­land in die Schweiz. Die Augen- und Fell­pflege wäre enorm wichtig gewesen, was das Ärzte-Ehe­paar, die den Hund aus den Ferien mit nach Hause nahm, aller­dings nicht küm­merte. Milly verlor ein Auge ganz und auf dem zweiten ist sie voll­kommen blind. «Milly schlägt sich trotzdem recht gut und kommt gut zurecht», erzählt Yvonne Nestler.

Trotz der Ver­nach­läs­si­gung durch die ursprüng­li­chen Besitzer ist Milly ein lie­be­voller Vier­beiner, der die Nähe zum Men­schen sucht. Oder Sunny, der stür­mi­sche Char­meur. Viel Leid und Schmerz liegen hinter ihm. Dass er nur noch drei Beine hat, ist ihm nicht gross anzu­merken. Er liebt die Men­schen und for­dert seine Schmu­se­ra­tionen im Fünf-Minuten-Takt ein.

Nebst Katzen und Hunden leben im Wald­heim Schweine, Ponys, Schafe und Tauben. «Die drei kleinen Haus­schweine wurden in einem dunklen Keller ein­ge­sperrt. Ohne Licht, ohne Ver­sor­gung. Die Tauben wurden in einem Karton gestopft und in einem alten Auto zum Schrott­händler gebracht. Sie wären bei­nahe in der Schrott­presse gelandet», so Urs Nestler, der für solche Ver­hal­tens­weisen absolut kein Ver­ständnis auf­bringen kann.

Die Tiere, die vom Ehe­paar Nestler auf­ge­nommen werden, erhalten einen Platz auf Lebens­zeit. Sie ste­cken gemeinsam mit Tochter Michèle und ehren­amt­li­chen Hel­fern viel Herz­blut, Zeit und vor allem Geld in die Tiere.

Für den Verein VSTU ist die Unter­stüt­zung des Tier­asyls Wald­heim Ehren­sache. 500 Kilo Futter wurden dem Tier­heim über­geben – finan­ziert durch Spenden. «Wir sind sehr dankbar und freuen uns sehr über die Unter­stüt­zung», so Marco Kälin, Prä­si­dent des VSTU. Urs Nestler ergänzt: «Die meisten Men­schen glauben, dass Tier­heime vom Staat unter­stützt werden, aber das stimmt über­haupt nicht. Wir sind glück­lich über jede Hilfe und freuen uns über jede Paten­schaft.» Im Tier­asyl Wald­heim in Safenwil lernen leid­ge­prüfte Tiere wieder das Leben zu lieben – und dass es Men­schen gibt, die sich für­sorg­lich und lie­be­voll um einen küm­mern.