Mar­i­anne Wehrli, LL.M Recht­san­wältin

Wie lange muss man seine Unterlagen aufbewahren?

Von | 21. Feb­ru­ar 2018 | Rat­ge­ber Recht

FRAGE | Nach bald 18 Jahren in der gle­ichen Woh­nung wer­den wir in weni­gen Wochen umziehen. Die Umzugskar­tons stapeln sich in der ganzen Woh­nung und ich frage mich, welche Belege wir eigentlich entsor­gen kön­nten?

ANTWORT | Sie kön­nen jene Unter­la­gen entsor­gen, die Ihnen nicht mehr wichtig sind und mit denen Sie nichts mehr beweisen müssen. Vor allem diese zweite Bedin­gung ist entschei­dend.

Nach schweiz­erischem Recht ist immer jene Per­son beweispflichtig, die etwas fordert. Auf gekaufte Waren haben Sie beispiel­sweise während zwei Jahren Garantie. Mit der Kaufquit­tung kön­nen Sie bele­gen, dass die Garantiefrist noch nicht
abge­laufen ist und natürlich, dass Sie den Kauf­preis bezahlt haben. Kauf­belege kön­nen Sie deshalb nach zwei Jahren weg­w­er­fen.

Eine Aus­nahme soll­ten Sie für Quit­tun­gen von teuren Gegen­stän­den machen, damit Sie nach einem Ein­bruch Ihren Schaden der Haus­ratver­sicherung beweisen kön­nten.

Viele Forderun­gen ver­jähren nach fünf Jahren, z. B. das Arzt- oder Anwalt­shon­o­rar, Handw­erk­er­rech­nun­gen, Ver­sicherung­sprämien, Miet­zinse oder Lohnansprüche. Solche Unter­la­gen und diesbezügliche Zahlungsquit­tun­gen soll­ten Sie deshalb min­destens 5 Jahre auf­be­wahren.

Bei Bank- und Steuerun­ter­la­gen ist eine Auf­be­wahrungs­dauer von sich­er 10 Jahren sin­nvoll, bzw. bis zur recht­skräfti­gen Steuerver­an­la­gung.

Bei ver­heirateten Per­so­n­en lohnt es sich nicht nur für den Fall ein­er Schei­dung, Unter­la­gen wie z. B. die let­zte Steuer­erk­lärung oder der let­zte Vor­sorgeausweis der Pen­sion­skasse vor der Hochzeit sowie Bankbelege zu den vore­he­lichen Erspar­nissen oder Schenkun­gen und Erb­schaften während der Ehedauer unbe­fris­tet aufzube­wahren.

Wenn ein Ehe­gat­te ver­stirbt, kön­nen diese Unter­la­gen darüber entschei­den, wieviel der überlebende Ehe­gat­te den anderen Erben aus­bezahlen muss.

Viele Forderun­gen ver­jähren nach fünf Jahren, z. B. das Arzt- oder Anwalt­shon­o­rar, Handw­erk­er­rech­nun­gen, Ver­sicherung­sprämien, Miet­zinse oder Lohnansprüche. Solche Unter­la­gen und diesbezügliche Zahlungsquit­tun­gen soll­ten Sie deshalb min­destens 5 Jahre auf­be­wahren.

Bei Bank- und Steuerun­ter­la­gen ist eine Auf­be­wahrungs­dauer von sich­er 10 Jahren sin­nvoll, bzw. bis zur recht­skräfti­gen Steuerver­an­la­gung.

Bei ver­heirateten Per­so­n­en lohnt es sich nicht nur für den Fall ein­er Schei­dung, Unter­la­gen wie z. B. die let­zte Steuer­erk­lärung oder der let­zte Vor­sorgeausweis der Pen­sion­skasse vor der Hochzeit sowie Bankbelege zu den vore­he­lichen Erspar­nissen oder Schenkun­gen und Erb­schaften während der Ehedauer unbe­fris­tet aufzube­wahren.

Wenn ein Ehe­gat­te ver­stirbt, kön­nen diese Unter­la­gen darüber entschei­den, wieviel der überlebende Ehe­gat­te den anderen Erben aus­bezahlen muss.

Rechts­fra­gen kön­nen gestellt wer­den an:

Mar­i­anne Wehrli, Recht­san­wältin, Lau­ren­zen­vorstadt 79, Post­fach 4227, 5001 Aarau
E-Mail: ratgeber@anwaltsbuero-wehrli.ch