Die Ober­ent­felder Faust­baller wer­den Vize-Schweiz­er-Meis­ter (Bilder: Fabio Baranzi­ni / STV Ober­ent­felden)

Faust­ball

Zwei Punkte fehlten zur perfekten Saison

12. Feb­ru­ar 2020 | Sport

Die Män­ner des STV Ober­ent­felden erre­ichen erst­mals seit vier Jahren wieder ein Final­spiel in der Nation­al­li­ga A. Zum Schweiz­er Meis­ter­ti­tel fehlte gegen Elgg-Etten­hausen nur ganz wenig.

Joël Fehr versenkt den let­zten Angriff von Elgg-Etten­hausen unerr­e­ich­bar für die Ober­ent­felder Mannschaft. Damit endet ein inten­sives und hochspan­nen­des Final­spiel zwis­chen diesen bei­den Teams. Mit 11:9 im alles entschei­den­den siebten Satz müssen sich die Ober­ent­felder geschla­gen geben. Mick­rige zwei Pünk­tchen haben in diesem pack­enden Spiel gefehlt und die Ober­ent­felder hät­ten ihre starke Sai­son mit dem Schweiz­er Meis­ter­ti­tel krö­nen kön­nen.

So aber jubel­ten die Elgger. Die Ent­täuschung im Lager der Ober­ent­felder war gross. Es flossen gar einige Trä­nen. Ver­ständlich, denn die Chance auf den ersten Schweiz­er Meis­ter­ti­tel seit vier Jahren war nach dem Qual­i­fika­tion­ssieg und dem sou­verä­nen Halb­fi­nalauftritt gegen Wid­nau (4:1) am Sam­stag mehr als nur intakt. Vor allem weil man gegen Elgg-Etten­hausen in der Qual­i­fika­tion bei­de Par­tien gewin­nen kon­nte.

Keine Geschenke erhal­ten
Auch im Final­spiel hat­ten die Ober­ent­felder konzen­tri­ert begonnen und den ersten Satz gewon­nen. Danach wogte das Spiel bis ganz zum Schluss hin und her. Mit dem besseren Ende für Elgg-Etten­hausen. «Elgg hat prak­tisch keine Fehler gemacht und sie waren im Zus­piel einen Tick genauer als wir. Das hat am Ende den Unter­schied aus­gemacht und sie haben ver­di­ent gewon­nen», musste Ober­ent­feldens Cap­tain Reto Hun­zik­er nei­d­los anerken­nen.

 

Er war mit Manuel Mosi­mann der einzige Spiel­er im Kad­er der Ober­ent­felder, der an einem Final4-Turnier schon ein­mal im Final aufge­laufen ist. Für alle anderen war das eine Pre­miere. Und das hat man dem Team in gewis­sen Sit­u­a­tio­nen ein wenig ange­merkt. «Das ist abso­lut ver­ständlich. Es ist etwas ganz anderes, an einem Final4-Turnier im Final zu ste­hen als in der Qual­i­fika­tion zu spie­len. Die Kulisse ist viel gröss­er, es ist viel lauter und es geht um viel mehr. Damit musst du erst ein­mal umge­hen kön­nen», so Hun­zik­er.

Grosse Entwick­lung gemacht
Nach der ersten grossen Ent­täuschung direkt nach Spielschluss kon­nten sich die Ober­ent­felder bei der Siegerehrung auf dem Podest doch bere­its über die Sil­ber­medaille freuen. Wenn auch noch ein wenig ver­hal­ten. «Die Ent­täuschung ist schon sehr gross. Aber mit etwas -Abstand wer­den wir stolz sein auf diese Medaille. Und zwar zu Recht, denn wir haben extrem hart gear­beit­et für diesen Erfolg und haben eine fast per­fek­te -Sai­son gespielt. Wir haben eine riesen Entwick­lung durchgemacht als Mannschaft», sagt Hun­zik­er.

Dem pflichtet auch Train­er Koni Keller bei. «Wir haben uns in dieser Sai­son ein gewiss­es Selb­stver­ständ­nis erar­beit­et. So kön­nen wir eine ganz andere Qual­ität an den Tag leg­en als noch in der let­zten Sai­son», find­et Keller. «Ich bin sehr ges­pan­nt, wie wir uns mit diesem neuen Selb­stver­trauen in der Feld­sai­son schla­gen wer­den.» Der Blick ist bei den Ober­ent­feldern also bere­its wieder nach vorne gerichtet.

FBA

Joël Fehr (links) und Oberentfeldens Nicolas Schwander lieferten sich im Finalspiel viele  spektakuläre Duelle  | Der Landanzeiger

Joël Fehr (links) und Ober­ent­feldens Nico­las Schwan­der liefer­ten sich im Final­spiel viele spek­takuläre Duelle